Die Craniomandibuläre Dysfunktion, kurz CMD genannt, ist der Fachausdruck für eine Fehlfunktion des Zusammenspiels zwischen dem Unterkiefer (lat. mandibula) und dem Schädel (lat. Cranium/caput). Diese Fehlfunktion kann durch eine Überlastung dieses komplexen Systems, bestehend aus Muskeln, Nerven, Gelenkkapsel, Discus, Kiefergelenkköpfchen und Zähnen entstehen.

Das Resultat: Das ganze System ist aus der BalanceUnsere individuelle CMD-Behandlung stützt sich, je nach Beschwerdebild, auf bis zu vier Säulen:

  1. Funktionstherapie
  2. Physiotherapie der betroffenen Muskeln und Gelenke
  3. Selbstbeobachtung zur Bewusstmachung von schädlichen Angewohnheiten, wie z. B. Pressen und Knirschen mit den Zähnen
  4. Übungen, die der Patient selbstständig durchführt

Die Dauer der Behandlung ist individuell verschieden und abhängig vom Schweregrad, den Auslösern und der Art der CMD. Sie kann von 2 Monaten bis zu 2 Jahren dauern.

Da das Beschwerdebild durch Einflussfaktoren im gesamten Bewegungsapparat, sprichwörtlich „von Kopf bis Fuß", beeinflusst sein kann, ziehen wir gelegentlich auch Orthopäden hinzu, die Fehlstellungen der Füße durch sensomotorische Einlagen korrigieren. In diesen Fällen ist es besonders wichtig, die zahnärztliche und orthopädische Therapie genauestens zu koordinieren, da diese gleichzeitig und falsch eingesetzt, ihre Wirkung gegenseitig aufheben können.